Mehr über Biologie

Das Biologiestudium an der Wageningen University ist einerseits sehr auf Grundlagenforschung gerichtet, hat aber zugleich verschiedene anwendungsorientierte Aspekte. Für die Entwicklung neuer Anwendungsmöglichkeiten werden immer wieder neue Zusammenhänge erforscht und Grundlagenwissen erweitert. Diese Kombination macht es möglich, regelmäßig praxisorientierte Gesichtspunkte im Studienprogramm aufzunehmen.

Biologie ist ein breites und vielseitiges Fachgebiet, über das man täglich etwas in den Nachrichten hört. Man denke zum Beispiel an Biotechnologie, medizinische Wissenschaften oder die Umweltproblematik und deren Einfluss auf die ganze Gesellschaft. Biologie ist auch ein Grundlagenfach, das dem wissbegierigen Forscher immer wieder neue Herausforderungen bietet. Immer besser begreifen wir, wie sich eine Zelle zu einer Pflanze oder einem Tier entwickelt, wie unser Nervensystem funktioniert, wie sich eine Lebensgemeinschaft aus den vielen Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Organismen zusammen setzt und wie sich die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf der Erde aus den allerersten Mikroorganismen entwickelt hat. Die wissenschaftlichen Entwicklungen in der Biologie sind revolutionär, und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Kurzum, es sind dynamische und inspirierende Zeiten, um gerade jetzt Biologie zu studieren.

In der Biologie kann man auf verschiedenen Ebenen betrachten, wie lebende Organismen funktionieren und welche Prozesse und Mechanismen hierbei wirksam sind. Ein Physiologe betrachtet allerlei Lebensprozesse in einer Pflanze oder einem Tier und das Funktionieren verschiedener Organe. In der Morphologie wird der Aufbau von Organismen untersucht. Man analysiert, auf welche Weise Strukturen während der Entwicklung entstehen und wie sie funktionieren. Wenn man noch tiefgreifender ergründen will, wie lebende Organismen funktionieren, betrachtet man Lebensprozesse auf molekularem und zellulärem Niveau. Es geht dann um DNA, Enzyme und Membranen. Zellbiologen und Molekularbiologen benutzen fortschrittliche Apparatur, um das Geschehen innerhalb einer Zelle sichtbar zu machen. Ein Populationsbiologe untersucht, wie Gruppen von Organismen unter natürlichen Voraussetzungen funktionieren. Er analysiert zum Beispiel welche Faktoren zum Wachsen oder Schrumpfen einer Population beitragen und wie Populationen verschiedener Organismen einander beeinflussen. Im Bereich des höchsten Integrationsniveaus, dem Ökosystem, geht es um das Funktionieren ganzer Lebensgemeinschaften und die wechselseitigen Beziehungen zwischen den verschiedenen Organismen und ihrer Umgebung. Dabei spielen auch nicht-biologische Faktoren, wie zum Beispiel Boden und Klima, eine Rolle. Während des Biologiestudiums lernt man, welche Wechselwirkungen und Verbindungen zwischen all diesen Niveaus existieren.

An Wageningen University wirkt die Biologie in viele andere Studiengänge hinein. Daher ist es die Leichtigkeit, mit der man verschiedene Fachgebiete miteinander kombinieren und Querverbindungen legen kann, die das Wageninger Biologiestudium so besonders macht. Zu den Möglichkeiten gehört nicht nur die interne Kombination der verschiedenen biologischen Fachbereiche. Biologie lässt sich auch kombinieren mit Mathematik, Informatik, Chemie, Bodenkunde, Planologie, (Betriebs-) Wirtschaftswissenschaften, Soziologie oder Kommunikationswissenschaften. Man kann sein Biologiestudium auch medizinisch-biologisch gestalten.