Geschichte des Wageningen Economic Research

Während der Wirtschaftskrise in den dreißiger Jahren wurde die Thematik der Selbstkostenpreise in der Landwirtschaft aktuell. Für die Betriebe war dieser Aspekt im Hinblick auf die Verbesserung der Bewirtschaftung von Bedeutung und für die staatliche Seite kam diesem Punkt Bedeutung zu, um der Preispolitik eine solide Grundlage zu verleihen. Vom Koninklijk Nederlands Landbouwcomité (Königlich Niederländischer Landwirtschaftsausschuss) wurde schließlich am 1. Dezember 1940 das LEI gegründet.

Ab 1941 beteiligte sich der Staat an der Verwaltung und Finanzierung des Instituts. 1971 wurde das LEI eine ministerielle Stiftung, die Mitarbeiter wurden Beamte. Über die Verwaltung und verschiedene Beratungsorgane wurde jedoch der Kontakt zwischen den Forschern und der Wirtschaft aufrecht erhalten. 1999 wurde das LEI privatisiert und gehört seit 2001 zum Wageningen University & Research Centre.

Einst zur Ermittlung der Selbstkostenpreise gegründet, wurde das Institut schon bald mit einer wesentlich breiter angelegten Aufgabenstellung betraut, die auch in der personellen Ausstattung zum Ausdruck kam. 1950 hatte das LEI bereits eine Belegschaft von 175 Mitarbeitern, die sich in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf 324 erweiterte. Seitdem blieb die Anzahl der Mitarbeiter mit gewissen Fluktuationen in etwa in dieser Größenordnung.