Een bundel ballonnen die gezien het patroon van scheuren, deels in de hoge atmosfeer zijn geexplodeerd, terwijl de rest vrijwel onveranderd naar beneden is gekomen.

Wissenschaftliche Forschung zur Abbaubarkeit von Ballons und ihren schädlichen Eigenschaften

Der Abbau von Latex-Luftballons und der Effekt von Ballons auf die Natur wurde bisher erstaunlich wenig erforscht.

Foto: Ein Bündel Werbungballons, manche sind hoch in der Atmosphäre explodiert während andere heil zurück zur Erde gefallen sind.

Auftragsarbeit der Industrie

Ein Gutachten ist 1989 auf Englisch erschienen und wird häufig zitiert:

Dieses Gutachten wurde beauftragt von der Ballon-Industrie. Hierin wird beschrieben, dass alle Latex-Ballons zerplatzen, sobald sie hoch genug in der Atmosphäre sind, wo Temperaturen und Luftdruck sehr niedrig sind. Einmal zurück auf der Erde würden, laut ihrer Angaben, die Ballonreste genauso schnell zerfallen wie Eichenblätter im Herbst. Der Autor suggeriert damit die Unschädlichkeit des Materials für die Umwelt. Der Eichenblatt-Vergleich wurde genutzt weil Experimente zeigen, dass Latex innerhalb von sechs Wochen nur einen Bruchteil seines Gewichtes verliert. Eichenblätter brauchen sehr lange um zu kompostieren!

Bericht über ballonfressende Tiere

Ein anderer Bericht wird vielmals herangezogen, um die scheinbare Harmlosigkeit von Luftballons für Tiere zu beweisen:

Im ersten Kapitel wird das Fazit des oben genannten Gutachtens widerlegt. Nur 12% aller losgelassenen Ballons platzen in kleinere Stücke. 81% der Ballons kommen mit mindestens der Hälfte ihres Gewichts wieder zur Erde. Wie auch immer, die Größe der Ballonteile am Boden ist nicht wichtig: Unterschiedlich große Ballonreste können unterschiedliche Einflüsse auf wildlebende Tiere haben. Irwins Experiment zeigt, dass Latex an der Luft nach 8 bis 10 Wochen bröselig wird. Im Wasser allerdings behält Latex über 5 Monate seine gummiartigen Eigenschaften und ist dementsprechend lang für Tiere gefährlich.
Das zweite Kapitel von Irwins Bericht wird oft als Beweis herangezogen für die Harmlosigkeit von Ballons auf Tiere. In Holland führte dies sogar zu der irrwitzigen Situation, dass ein Mitglied des Stadtrates von Utrecht in der Öffentlichkeit ein kleines Stück Latex verschluckte. Es ist wohl überflüssig darauf hinzuweisen, dass diese kleine Demonstration keinen wissenschaftlichen Beweis ersetzt.

Auf keine Weise kann Irwins Bericht die Harmlosigkeit von Latex Ballonen beweisen. Die Experimente dauerten nur vier Wochen und wurden mit Wachteln, Fischen und Süßwasser-Schildkröten ausgeführt. Es wurden auch keine Kontroll-Experimente (Tiere denen unter denselben Umständen kein Plastik gefüttert wird) gemacht, dies kann als wissenschaftliche Schwäche des Experiments ausgelegt werden. Bei den Resultaten bleibt es unklar, wieviel Latex die Tiere letzten Endes wirklich verschluckt hatten. Mögliche schädliche Effekte wurden gemessen als Stresshormone im Blut, ohne sicher zu wissen wie sich schädliche Effekte im Körper der Tiere überhaupt auswirken und messbar sind. Weiterhin wurde anfangs eine Zunahme in Gewicht festgestellt und als positiv für die Tiergesundheit bewertet, allerdings waren alle Tiere, die für das Experiment gebraucht wurden, noch in ihrer Wachstumsphase und bekamen im Zeitraum des Experimentes unbeschränkt viel und gutes Futter angeboten. Darum sind Veränderungen im Gewicht wohl keine gute Einheit, um den Effekt von Latex auf die Tiere zu messen. Nach den Experimenten zeigten 20% der Schildkröten eine Anhäufung von Latexstückchen in ihren Därmen und das Körpergewicht nahm zum Ende des Experiments wieder ab und weist auf ein anfängliches Stadium einer Darmverstopfung hin, die zu verschlechterter Nahrungsaufnahme führen kann. Allerdings wurde das Experiment zu früh beendet, um aus diesen Ergebnissen ein geeignetes Fazit zu ziehen. Der Autor war sich dessen bewusst und fügte nur ein recht unspezifisches Fazit zu seiner Studie hinzu: „Ergebnisse dieser Studie können darauf hinweisen, dass der Konsum von Latexballonstückchen wildlebenden Tierarten möglicherweise kein Schaden zufügt.“ („Results of this study suggest that consumption of latex balloon fragments may not pose a threat to many wildlife species.“)

Zusammenfassend ergibt dies, dass die Annahme der Harmlosigkeit von Latex für Tiere nicht korrekt ist. Dies erklärt vielleicht auch, warum dieser Bericht noch nicht in wissenschaftlicher Literatur veröffentlicht wurde, obwohl dies laut des Autors geplant war. Dieser Bericht ist somit ungeeignet um die Abwesenheit von schädlichen Effekten zu beweisen. Es ist falsch und gefährlich, das Fehlen von Ergebnissen als Beweis dafür anzuführen, dass die Aufnahme von Latex „keinen Effekt“ auf das Tier hat.

In dem niederländischen Meeresforschungsinstitut IMARES wird regelmäßig der Mageninhalt einer Seevogelart, des Eissturmvogels, untersucht. Diese Vögel fressen häufig Plastik von der Meeresoberfläche. Hier wird die An- oder Abwesenheit von Ballonresten allerdings nicht extra beschrieben. Oft sind diese Reste nicht mehr gut erkennbar als Ballon-Latex. Nur in zweifelsfreien Fällen wird notiert, dass es sich hier um echte Ballonreste handelt. So wurden bisher in etwa 2% aller untersuchten Mägen Ballonreste festgestellt. Wir kennen die genauen Folgen dieser Aufnahme nicht, genauso wenig wissen wir, ob oder wie andere Tierarten betroffen sind.

Dies alles sollte die Entscheidung beeinflussen Ballons fliegen zu lassen – oder nicht: Der kurzfristige Spaß des Ballon-Fliegen-Lassens mit der Konsequenz, dass dies für einige Tiere tödlich enden kann.

Die Forschung von Wageningen Marine Research (Teil der Wageningen University & Research)

Es ist unmöglich genaue Zahlen für Tiere zu nennen, die sich entweder in Ballenbändern verstricken oder Ballons verschlucken. Ab und zu werden solche Fälle gemeldet und bekannt. Mindestens 2% aller untersuchten Eissturmvögel haben Reste von Ballon-Latex in ihren Mägen. Wir wissen nicht, wie das bei anderen Tierarten aussieht.