Testimonial

Frederike - Erfahrungsbericht Schnuppertag

Dies ist ein Erfahrungsbericht von Frederike, die einen Tag an der Uni verbracht hat, um sich den Studiengang Biotechnologie anzugucken.

In einer typischen Studentenküche haben wir zusammen mit einigen Freunden ein mexikanisches Abendessen gekocht und von einem leckeren Rotwein genossen.

An einem kalten, etwas spät gewordenen Dezembervormittag habe ich mich mit meiner Mitläuferin Frederike am Atlas Gebäude getroffen. Wir haben zusammen ein Fahrrad für sie organisiert.  Anschließend haben wir ihr Gepäck zu mir nach Hause gebracht. Da ich an diesem Nachmittag Selbststudium hatte, konnten wir uns danach in Ruhe die Stadt anschauen. In einem holländischen Café haben wir Kaffee getrunken und Frederike konnte mir schon einige Fragen stellen und einen Eindruck bekommen vom holländischen Leben. Später sind wir einkaufen gegangen da wir uns mit niederländischen Freunden zum Abendessen verabredet hatten. In einer typischen Studentenküche haben wir zusammen mit einigen Freunden ein mexikanisches Abendessen gekocht und von einem leckeren Rotwein genossen.

Frederike hatte angegeben bei mir übernachten zu wollen. Ich hatte mit ihr per Email besprochen, dass sie auf der Luftmatratze schläft. Manchmal schlafen auch Leute auf dem Sofa. Aber ein Bett können wir Studenten meistens nicht anbieten.

Den nächsten Morgen mussten wir ziemlich früh raus. Um 08:30 begann nämlich das Praktikum vom Fach Organische Chemie. Dies war der letzte Tag eines langen Praktikums und das heißt: Putztag. Unsere Aufgabe war es Bechergläser mit Aceton zu spülen. Nebenbei haben wir etwas selbst synthetisiertes Luminol aufgehoben. Luminol ist der Stoff, der leuchtet, wenn man es mit Blut in Berührung bringt. In der Dunkelkammer haben wir das Luminol angerührt und eine Kommilitonin hat sich in den Finger gestochen. Danach begann es zu leuchten! Anschließend konnten wir Luminol auch mit anderen Stoffen mischen, um zu sehen was passiert.

In der Mittagspause hab ich Frederike auch noch die anderen Labore gezeigt, näher gesagt  die Mikrobiologie Labore und natürlich auch das NMR Gerät. Danach haben gemütlich in der kleinen Kantine im Chemiegebäude etwas gegessen, während einer meiner Mitstudenten uns auf gebrochenem English erklärt hat warum er Biotechnologie studiert.

Nach der Mittagspause ging es weiter mit Process Engineering  in der technischen Halle. Mit riesigen Handschuhen haben wir an Ventilen gedreht und dabei fleißig gemessen wie es sich mit dem Wärmetausche unter verschiedenen Gegebenheiten verhält. Gegen 15.00 Uhr hatten wir dann alle Daten gesammelt und haben uns an das große Grauen begeben. Das Auswerten der Daten.  Um zu erklären warum es das große Grauen ist reicht in diesem Fall eine Formel:

formel.jpg

Die Formel für Wärmeübertragung, und ja diese Formel haben wir benutzt. Wir saßen tatsächlich bis beinah 18.00 an den Berechnungen für den Aufsatz über diesen Versuch. Danach waren wir allerdings noch nicht fertig.

Frederike musste allerdings zurück nach Deutschland, weswegen wir uns durch den Schnee zum Forum Gebäude zurückgekämpft haben. Dort haben wir das Fahrrad abgegeben, ihr Auto enteist und sie hat sich auf den Heimweg gemacht.