Kathrin Poetschki

Studentenverhaal

Kathrin Poetschki - BSc Internationale Entwicklungsstudien

Dies ist ein Erfahrungsbericht von Kathrin aus Wesel, die seit September 2013 in Wageningen studiert. Sie berichtet von ihren Erfahrungen im Bachelor Internationale Entwicklungsstudien und beschreibt ihre Studienwahl, den Studiengang und auch das Studentenleben.

Einen vergleichbaren Bachelor habe ich in Deutschland nicht gefunden

Studienwahl

Ich habe über einen Flyer von Wageningen und den hier angebotenen Bachelor-Studiengängen erfahren, die ich alle sehr interessant fand. Da Wageningen dicht an meiner Heimat liegt und die holländischen Unis generell einen guten Ruf haben, bin ich spontan zu einem Tag der offenen Tür gekommen. So habe ich dann meinen Traum-Studiengang gefunden.

Beim Tag der offenen Tür habe ich mich sofort in der Uni und in der Umgebung hier in Wageningen wohl gefühlt. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die Unigebäude gleichen teilweise eher noblen Hotels oder Veranstaltungsräumen als einer Lehranstalt. Man hält sich einfach gerne dort auf und hinzu kam, dass der Studiengang „Entwicklungsstudien“ einfach genau meine Interessen widerspiegelt. Vergleichbares habe ich in Deutschland nicht gefunden. Positiv fand ich auch das „Periodensystem“, das ein Studienjahr in sechs Perioden teilt. So sind Fächer recht kompakt auf wenige Wochen geblockt und schließen mit einer Klausur ab.


Der Studiengang

Armutsbekämpfung, Migration, Globalisierung, Nahrungssicherung, Klimaproblematik, Nachhaltigkeit, Wirtschaft/ globale Märkte, internationale Politik, NGOs, Entwicklungshilfe… es gibt eigentlich nichts, was nicht Thema ist oder zum Thema gemacht werden kann, da eigene Interessen zum Beispiel in Hausarbeiten oder Gruppenarbeiten mit eingebracht werden können.
Die Zukunft der Landwirtschaft und Nahrungssicherung sowie der Klimawandel und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen sind Themen, die ich sehr spannend finde, ebenso die Auswirkungen der Wirtschaft und Industrie in reichen Ländern auf Mensch und Natur weltweit.

Unterschiede zu Deutschland

Einen vergleichbaren Bachelor-Studiengang habe ich in Deutschland nicht gefunden. Ich finde es aber gerade interessant, im Ausland zu studieren. Schließlich geht es um internationale Entwicklungsstudien! So habe ich Niederländisch neu (und enorm schnell!) gelernt und verbessere meine Englischkenntnisse. In Deutschland zu studieren, wäre vielleicht bequemer und auch billiger gewesen, aber ich wusste sofort, dass ich genau hier studieren möchte. Dafür opfert man auch gerne Gespartes.

Studentenleben

Die Zeit im Sprachkurs war super! Ich habe die Leute, die Stadt und die Umgebung schon mal kennengelernt. Zum Studienbeginn war die Sprache schon kein Problem mehr, das hätte ich so nicht erwartet. Die Menschen waren überall sehr hilfsbereit und nett, egal ob im Rathaus bei der Einschreibung, in der Uni oder im Supermarkt.
Ich mag besonders, dass es keine Großstadt ist. Man kommt mit dem Fahrrad schnell überall hin und es gibt viele schöne Plätze, um im Grünen spazieren zu gehen oder sich mit ein paar Leuten zu treffen. Außerdem trifft man hier Leute aus der ganzen Welt. Aus Deutschland kommen natürlich viele, auch schon für den Bachelor. Am Wochenende geht’s mit Fahrgemeinschaften für viele nach Hause.
Für rund 70 Euro kann ich das ganze Jahr sämtliche Kurse im Sportcentrum besuchen. Das nutze ich sehr gerne. Außerdem finden fast jeden Abend Veranstaltungen statt: Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops… Da gibt es immer mal sehr interessante Sachen, die zum Nachdenken, Mitreden oder Mitmachen anregen.